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Regen und Massenproteste in Bolivien

In der Chiquitania haben schwere Regenfälle dafür gesorgt, dass die Zahl der registrierten Waldbrände auf 17 gesunken ist. Nachdem nun die Regenzeit einsetzt, darf man mit einem baldigen Ende der Waldbrände rechnen. Welche Konsequenzen diese von Menschen herbeigeführte Katastrophe nach sich zieht, wird sich nun zeigen.

 

In Santa Cruz versammelte sich das Volk vergangen Freitag (04.10.2019), wie im obigen Video zu sehen ist (das von uns nach besten Wissen und Gewissen übersetzt wurde), zu einem großen Protest (die Schätzungen schwanken zwischen 350.000 und 1,5 Millionen Teilnehmer) gegen die Politik des Präsidenten Evo Morales, den viele für den Hauptverantwortlichen für die großen Waldbrände sehen. Morales hatte zu Beginn der Trockenzeit per Dekret großflächige Brandrohdungen ermöglicht. In diese Zeit fallen auch Abkommen mit China über große Lieferungen an Rindfleisch.

Darüber hinaus hatte sich der bolivianische Präsident, als die Brände außer Kontrolle gerieten, geweigert, den Katastrophenalarm auszulösen mit der Begründung, er wolle verhindern, dass sich ausländische Kräfte in innere Angelegenheiten Boliviens einmischen können.

Zu dieser Kundgebung hatte das Cabildo von Santa Cruz unter dem Motto "Für Demokratie und Heimat" aufgerufen. Cabildos sind politisch unabhängige Räte, die das Volk zu Kundgebungen aufrufen und per Proklamation Beschlüsse fassen können. Der Präsident ist zwar nicht an diese Volksabstimmung gebunden, sollte sie jedoch in seine Überlegungen einbeziehen. Diese Form der Volksabstimmung ist in der bolivianischen Verfassung fest verankert.

Das Cabildo von Santa Cruz hatte am Freitag (04.10.19) Präsident Evo Morales unter anderem aufgerufen, die verhängnisvollen Dekrete zu streichen, unberührte Regenwaldgebiete von illegalen Landbesetzern zu befreien und den nationalen Notstand auszurufen. Das Volk wurde aufgerufen, den "Diktator Evo Morales" am 20. Oktober bei den anstehenden Neuwahlen abzuwählen. Mehrere Cabildos in den Großstädten Boliviens, unter anderem der Regierungssitz La Paz, haben ebenfalls zu Kundgebungen am 10. Oktober aufgerufen und ähnliche Inhalte wie in Santa Cruz angekündigt.

Bei diesen Cabildos in La Paz und Cochabamba, beides Großstädte in den Anden, wurden am Donnerstag (10.10.19) unter ähnlich beachtlich hoher Beteiligung der Bevölkerung, Beschlüsse gefasst, die denen in Santa Cruz ähneln. In La Paz und Cochabamba wurde zudem ein Gerichtsverfahren gegen Evo Morales wegen der Brandkatastrophe in der Chiquitania beschlossen.

Diese Solidarität ist insofern beachtlich wenn man weiß, dass die Andenbewohner und die "Tiefländer" aus den suptropischen Gegend von Santa Cruz und Beni eigentlich eine gewisse Rivalität pflegen.

Nach diesen massiven Kundgebungen gegen die Politik von Evo Morales, bei denen die Brandkatastrophe in der Chiquitania durchaus eine große Rolle spielen, ist der Ausgang der Wahlen besonders spannend, da Präsident Evo Morales beim Cabildo in Santa Cruz als "Diktator" bezeichnet wurde. Morales hat angekündigt, die Ergebnisse der Wahlen zu akzeptieren.

Tipp: wer sich selbst ein Bild über die Anzahl der Teilnehmer machen möchte, gibt einfach bei den Suchmaschinen im Internet "cabildo Santa Cruz 2019" ein. In den angezeigten Videos kann sich jeder selbst ein Bild machen.

Update Waldbrände in Bolivien

In Bolivien sind bis dato 5,3 Millionen Hektar Wald und Steppe verbrannt, laut Fundación Amigos de la Naturaleza (FAN) davon in der Chiquitania 3,9 Millionen Hektar (73% der Gesamtfläche).

Die ersten Regenfälle haben zwar mittlerweile für etwas Entspannung gesorgt, jedoch spricht die bolivianische Tageszeitung "El Deber" von 38 Feuer im Departamento*  von Santa Cruz (also innerhalb und außerhalb der Chiquitania). El Deber berichtet aber auch von 4 neuen Feuern in der Chiquitania.

Obwohl Präsident Evo Morales mittlerweile ein Pause bei Brandrodungen angeordnet hat, halten sich nicht alle an diese Verordnung. Der Ruf nach rechtlichen Konsequenzen ist entsprechend laut.

 

*grob übersetzt: "Bundesstaat"; Bolivien ist jedoch nicht föderalistisch, sondern zentral organisiert

Der Garten Eden brennt

Bild des weinenden Engels: Erzbistum Santa Cruz de la Sierra, Bolivien

 

Für "Insider" sagt dieses Bild des brennenden und weinenden Engels, das das Erzbistum Santa Cruz veröffentlicht hat, bereits alles. Diese Darstellung - selbstverständlich im Original ohne Flammen und Tränen - ist typisch für die Jesuitenkirchen aus dem 18. Jahrhundert in der Region "Gran Chiquitania" in der das apostolische Vikariat Ñuflo de Chávez und die Diözese San Ignacio beheimatet sind.

Es handelt sich dabei um eine sehr große und dünn besiedelte, mit viel Savanne und Urwald bedeckte Region, in der vor allem das Volk der Chiquitanos beheimatet ist.

Der verstorbene Bischof von Ñuflo de Chavez Antonio Eduardo Bösl (aus Hirschau/Oberpfalz) bezeichnete zu Recht gerne diese Region als ein Teil des verlorenen Paradieses, des Gartens Eden.

Dieser Teil des Garten Edens steht seit Ende Juli in Flammen. In dieser Region kamen mittlerweile 4 Feuerwehrleute ums Leben. Über zwei Millionen Hektar Wald wurden bereits vernichtet. Experten schätzen die Zahl der verendeten Tiere auf 200 Millionen. Die Brände sind noch nicht gelöscht. Man hofft vor Ort, dass endlich die ersten großen Regenfälle der bald beginnenden Regenzeit einsetzen.

Man vermutet, dass die Natur über 300 Jahre brauchen wird, um sich von dieser Katastrophe vollständig erholen zu können. Vorausgesetzt der Mensch greift nicht mehr ein.

Wer sich über die genaueren politischen Hintergründe dieser von Menschen herbeigeführten Katastrophe erkundigen möchte, kann dies gerne unter folgendem Link bei Adveniat tun:

Adveniat - "Unser gemeinsames Haus brennt"

Einen kleinen Einblick in die Folgen vor Ort und was verloren geht, gewähren unten veröffentlichte Videos.

 

Nothilfe Sofortprogramm

Die Franziskaner Mission München und die Missionszentrale der Franziskaner haben Nothilfen für die von dem Waldbrand betroffenen Menschen bereitgestellt. Beispielsweise für den Ort San Miguel de Velasco in Bolivien. Dort haben 50 Familien (rund 300 Personen) alles verloren was sie besaßen. Neben Decken und medizinischer Versorgung (speziell gegen Brandwunden und Rauchbeschwerden der Augen) wurden vor allem Lebensmittel für die Notunterkünfte finanziert. Schwester Angelina Panozo von den Tertiarschwestern des heiligen Franziskus ist vor Ort und kümmert sich um die Menschen.

Bankverbindung
Franziskaner Mission München
Liga Bank
IBAN: DE48 7509 0300 0002 2122 18
BIC: GENODEF1M05

Bolivia Travel Channel bittet um Hilfe:

Rechtlicher Hinweis:

Für eventuell abzuleitende Verwehrtungsrechte im oben genannten Video von Bolivia Travel Channel übernimmt die Pfarreiengemeinschaft keinerlei Verantwortung. Diese liegt ausschließlich bei Bolivia Travel Channel.
Dieses Video wird auf unserer Homepage veröffentlicht, weil Bolivia Travel Channel ausdrücklich um Weiterverbreitung ihres Videos bittet. Da diese große Katastrophe in Deutschland in den Medien kaum Beachtung findet, kommen wir dieser Bitte nach.

Auf eine Übersetzung haben wir verzichtet, weil

1. die Bilder für sich sprechen

2. die Zahlen leider nicht mehr stimmen - sie haben sich vervielfacht

 

 

Auch Bolivien ist von den Waldbränden in Südamerika betroffen

Concepción/Santa Cruz. Auch die Region um Concepción im apostolischen Vikariat von Ñuflo de Chávez - wohin die Pfarrei Binabiburg immer wieder bereits Spendengelder geschickt hat - ist von den schweren Waldbränden, hervorgerufen durch exzessive Brandrohdungen, betroffen. Die bolivianische Bischofskonferenz spricht von 1 Million Hektar zerstörten Waldes. Der Schaden für Mensch und Natur ist nicht abschätzbar.

Ein 34 jähriger freiwilliger Helfer aus La Paz verstarb bei Löscharbeiten vergangenes Wochenende in Villa Nueva, 60 km von Concepción entfernt. In Bolivien existiert keine freiwillige Feuerwehr, so wie wir es kennen. Entsprechend fehlt es an Ausbildung und Equipment.

P. Reinaldo Brummberger berichtet auf der Homepage des Franziskaner Missionsvereins über die Lage. Verbunden mit der Bitte um eine Spende veröffentlichen wir seinen Artikel.

Wer sich über die genaueren politischen Hintergründe dieser von Menschen herbeigeführten Katastrophe erkundigen möchte, kann dies gerne unter folgendem Link bei Adveniat tun:

Adveniat - "Unser gemeinsames Haus brennt"

Für den Öffentlichkeitsausschuss, Wolfgang Priller


 

Es brennt!

Azubis unsere Handwerkerschule in Concepción halten Brandwache auf dem Grundstück des Bischofs und löschen Feuerherde.

Alle Jahre wieder kommt im August hier in Bolivien in Südamerika die Brandrodung, und damit natürlich auch das Feuer und der Rauch in die ganzen Gegend.

Das war schon immer so und hat normalerweise einen guten Zweck: das alte, trockene Gras wird abgebrannt, damit wieder neues nachwachsen kann. Neue Felder und Weiden werden angelegt, indem man den Wald umschlägt, trocknen lässt und dann abbrennt. Die grösseren Holzer bleiben einfach liegen, doch dazwischen wird gesäubert und mit der Hand gesät.

Aber die Zeiten ändern sich. Inzwischen gibt es landesweit einheimische und ausländische Großbauern, die mit riesigen Maschinen den Wald niederwalzen, abbrennen und dann alles mit Maschinen säubern. So entstehen enorme Felder und Viehweiden! Und dass auf diese Weise das ganze Amazonasgebiet, die Lunge der Welt – zerstört wird, weiß inzwischen jedes Kind. Im Umkreis von 50 km meines Pfarrdorfes San Javier gibt es fast keinen Wald mehr, sondern nur noch riesige Viehfarmen mit Milch- und Fleischproduktion. Und außer Rindern sieht man fast keine Tiere des Waldes mehr!

Und jedes Jahr wird es schlimmer! Überall wird gezündelt, und die Feuer werden kaum kontrolliert. Manchmal gibt es starken Wind, und auch die Trockenzeit begünstigt die Feuer. Schon seit Jahren leiden in diesen Monaten viele Menschen unter dem Rauch: Atembeschwerden und Augenentzündungen sind die Folge. Viele kleinere Flugzeuge, die auf Sichtflug angewiesen sind, können nicht mehr fliegen.

Aber dieses Jahr ist es ganz schlimm, denn die Feuer kommen bereits vom Nachbarland Brasilien unkontrolliert über die Grenze. Der ganze Osten Boliviens steht unter Feuer, man hat die Lage unterschätzt! Und dann war es zu spät. Feuer überall. Riesige Waldflächen werden gerade live vor meiner Haustüre zerstört. Auch viele Tiere kommen in den Flammen ums Leben. Ganze Dörfer haben ihr Hab und Gut verloren.

Feuerwehren gibt es kaum in den Dörfern, und so kommt die Feuerwehr aus der Großstadt Santa Cruz. Auch in unserem Pfarrsaal sind nun Feuerwehrleute untergebracht. Die Behörden und Solidaritätsaktionen versorgen sie. Auch brachte man einen „Supertanker“, ein großes Löschflugzeug aus Nordamerika, das 75.000 Liter Wasser transportieren kann, aber auch 60.000 Dollar pro Tag kostet.

Wir warten und betet um Regen! Ja, man lernt wieder beten! Wir merken, dass der Mensch an seine Grenzen stößt. Da ist die moderne Welt machtlos, hilflos – und selbst daran Schuld! Wir sägen am Ast auf dem wir sitzen.

Bolivien: „Unser gemeinsames Haus brennt“

Mit dem Titel „Unser gemeinsames Zuhause brennt“ haben auch die bolivianische Bischöfe, die im Amazonas-Gebiet tätig sind, eine Erklärung veröffentlicht. Darin äußern sie ihre Besorgnis um die Brandkatastrophe und die Folgen der anhaltenden ökologischen Katastrophe. Die Erklärung der Bischöfe verurteilt offen die nationale Regierung, „die der Logik des räuberischen Kapitalismus der Natur“ fröne, und fordert Solidarität sowie wirksame und rechtliche Maßnahmen zur Bewältigung der Katastrophe.

Nothilfe Sofortprogramm

Die Franziskaner Mission München und die Missionszentrale der Franziskaner haben Nothilfen für die von dem Waldbrand betroffenen Menschen bereitgestellt. Beispielsweise für den Ort San Miguel de Velasco in Bolivien. Dort haben 50 Familien (rund 300 Personen) alles verloren was sie besaßen. Neben Decken und medizinischer Versorgung (speziell gegen Brandwunden und Rauchbeschwerden der Augen) wurden vor allem Lebensmittel für die Notunterkünfte finanziert. Schwester Angelina Panozo von den Tertiarschwestern des heiligen Franziskus ist vor Ort und kümmert sich um die Menschen.

P. Reinaldo Brumberger

 

Die Videoserie "Katholisch für Anfänger"...

… sollte eigentlich "Katholisch (nicht nur) für Anfänger" heißen. Denn manche Begriffe in der katholischen Kirche sind auch praktizierenden Katholiken nicht immer ganz klar.

Wenn Sie hier klicken, landen Sie auf der entsprechenden Seite von unserer Quelle "katholisch.de". Hier finden Sie kurze Zeichentrickfilme, die humorvoll für junge und erfahrene Katholiken viele Begriffe erklären.

Wir bedanken uns bei katholisch.de für diese großartige Unterstützung.

 

 

Tagessegen

Ab sofort können und dürfen wir auf unserer Homepage den Tagessegen mit Pfr. Heinz-Jürgen Förg aus dem Bistum Mainz veröffentlichen. In einer kurzen zweiminütigen Predigt zum Tagesevangelium erhalten Sie täglich einen neuen geistlichen Impuls:

 

 

Kinderchor sucht Sängerinnen und Sänger

Bild: Sarah Frank
In: Pfarrbriefservice.de

-Du singst gerne

-bist gerne unter Freunden

-möchtest Gottesdienste mitgestalten



Dann komm dienstags zu uns!

17:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Pfarrheim Binabiburg



Wir freuen uns auf Dich!





Kontakt:Christine Gschwandtner 08741/948484

 

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Liturgischer Kalender (Homepage Bistum Regensburg)

Hier erhalten Sie direkt Zugriff auf die Homepage unseres Bistums